Maßgeschneiderte Exkursionen durch Berlin

Berliner Erinnerungsorte von Gewaltherrschaft

Exkursion und Diskussion ziviler Beiträge zur Konflikttransformation

Wie sich eine Gesellschaft mit ihrer kriegerischen, diktatorischen oder konfliktbehafteten Vergangenheit auseinandersetzt, wirkt sich entscheidend auf ihren gegenwärtigen wie zukünftigen Umgang mit Konflikten aus. Eine gesellschaftliche Aufarbeitung von vergangenen Unterdrückungs- und Gewaltakten kann verschiedene Versöhnungsprozesse durchlaufen: von Verdrängungsmechanismen über re-traumatisierende Konfrontationen bis hin zur Schaffung von Orten der historischen Trauer und Versöhnung. Wie eine kollektive Aufarbeitung gestaltet wird, hat entscheidende Wirkungen auf das individuelle Gedächtnis und darauf, wie Erinnerung gesellschaftlich gelebt wird.

Eine öffentliche Aufarbeitung kann durch private oder staatliche Einrichtungen initiiert und organisiert werden – sei es durch wissenschaftliche Aufarbeitung, in Form von Archiven und Publikationen, durch Angebote der politischen Bildung mit Vorträgen oder Ausstellungen und durch Orte der historischen Erinnerung. In Berlin kann eine Vielfalt von Erinnerungsformen an Unterdrückungs- und Gewaltherrschaft auf engstem Raum erfahrbar gemacht werden.

Eine Exkursion zu diesen Erinnerungsorten von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen lässt sich optimal in ein Gästeprogramm für nationale und internationale Gästen mit anderen Veranstaltungsformaten kombinieren.

Beispiele von durchgeführten Exkursionen

Transitional Justice und Bildung in Deutschland

Im Rahmen der Georg Arnhold International Summer School on Education for Sustainable Peace zum Thema Transitional Justice and Education konzipierte Steps for Peace für die internationale Gruppe eine eintägige Exkursion durch Berlin. Orte der Vergangenheitsaufarbeitung und Erinnerungskultur in Deutschland wurden besucht und Ansätze der Erinnerungspädagogik erfahrbar gemacht.

„Es war ein sehr spannender Tag, der viel Anregung für Diskussionen gegeben hat.“
Martina Schulze, Programmkoordinatorin des Georg-Arnhold-Programms

Auf den Spuren von Krieg, Frieden und der Rolle von Zivilgesellschaft

Im Rahmen des Global Peacebuilder Summit 2016, organisiert von der Culture Counts Foundation, entwickelte Steps for Peace für die 29-köpfige internationale Gruppe von Peacebuildern eine halbtägige Exkursion. Die Tour führte vom Potsdamer Platz bis zum Reichstag.

„Meinen ganz herzlichen Dank! Ganz offensichtlich hat den TeilnehmerInnen des Global Peacebuilder Summits der Rundgang in kurzer Zeit viel und viel Berührendes vermittelt. Sie wussten danach viel besser, an welche jüngste Geschichte unsere Zivilgesellschaft anknüpft.“
Michael Gleich, Culture Counts Foundation