Demokratiepädagogische Projekte

Steps for Peace initiiert demokratiepädagogische Projekte mit dem Ziel, die individuellen und gesellschaftlichen Kompetenzen für eine konstruktive und gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten sowie ein friedliches Zusammenleben zu stärken. Wir orientieren uns dabei am Beutelsbacher Konsens, der als Standard für den politisch-historischen Unterricht an Schulen erarbeitet wurde.

„Der Beutelsbacher Konsens, der im Jahr 1976 auf Initiative der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg erarbeitet wurde, ist bis heute geltender Standard für den politisch-historischen Unterricht an allen Schulen. Er wird auch außerhalb Deutschlands in vielen Ländern beachtet. Seine Grundbestandteile sind ein Indoktrinationsverbot, ein Gebot, politisch Kontroverses auch kontrovers darzustellen sowie Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, ein eigenständiges Urteil über politische Themen zu gewinnen.

Selbstverständlich sind Lehrkräfte zuallererst dazu verpflichtet, für die freiheitlich-demokratische Grundordnung und damit die Werte des Grundgesetzes und der Landesverfassung einzutreten. Zudem haben sie die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler im Geiste der Demokratie, Menschenwürde und Gleichberechtigung zu erziehen. Die dafür notwendige Überparteilichkeit ist nicht mit Wertneutralität zu verwechseln.“

Auf dieser Website steht der Beutelsbacher Konsens in vielen Sprachen.

Entscheidungen durch demokratische Wahlen nach dem Mehrheitsprinzip herbei zu führen, ist in Deutschland ein alltägliches Verfahren. Es wird in vielen Zusammenhängen praktiziert: Schulen, Vereinen, Firmen, Parteien, Kirchen, Gemeinden, etc. Für Menschen mit Einwanderungshintergrund sind aus ihren Herkunftsländern mit anderen Verfahren für politische und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse aufgewachsen, und müssen sich daher mit Wahlen als Verfahren der Entscheidungsfindung vertraut machen. Damit sich Bürger*innen in Deutschland aktiv in Politik und Gesellschaft einbringen können, sollten sie unterschiedliche demokratische Verfahren der Entscheidungsfindung sowie deren Stärken und Schwächen kennen.